8 Fragen Checkliste zu: Braucht mein Unternehmen eine eigene App?

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Heutzutage gibt es im Google Play Store 3,5 Millionen Apps und im App Store über 2,2 Millionen (laut Statista), und es scheint, als hätte jedes Unternehmen eine mobile App. Sogar Ihre örtliche Pizzeria könnte schon mitspielen!

Die Versuchung, selbst für kleine, lokale Unternehmen eine eigene App zu entwickeln, ist völlig verständlich. Eine App, die Ihre Bekanntheit bei Ihren Kunden erhöht, kann Ihr Geschäft erheblich ankurbeln. Und die solide Anzahl aktiver Nutzer, die die App mit sich bringt, ist einer der wichtigsten Faktoren, um zu bestimmen, wie eine App zu bewerten ist und wie die App zum Gesamtwert Ihres Unternehmens beiträgt.

Nach einer Statistik von Statista verbringen die Deutschen mittlerweile ca. drei Stunden pro Tag mit mobilen Geräten. Die meiste Zeit verbringen die Deutschen mit Kommunikations Apps, gefolgt von Video & Games Apps sowie Social Apps.

Diese Statistiken haben allerdings auch eine Kehrseite. Nach Angaben von Localytics werden 23 Prozent der Apps nur einmal verwendet und dann wieder verlassen. Drei Monate nach der Installation einer App starten 80 Prozent der Verbraucher diese überhaupt nicht mehr.

Obwohl die Entwicklung einer speziellen App für Ihr Unternehmen dank Plattformen wie Firebase und BuildFire einfacher und kostengünstiger denn je ist, erfordert diese Aufgabe immer noch eine erhebliche Investition von Ressourcen – insbesondere in Bezug auf Wartung und Updates.

Wie können Sie also entscheiden, ob die Entwicklung einer mobilen App das Richtige für Sie ist? Hier sind acht Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie den Schritt wagen und eine App entwickeln lassen:

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1. Ist Ihre Website für Mobilgeräte optimiert? 

Bevor Sie die Entwicklung einer mobilen App in Erwägung ziehen, sollten Sie überprüfen, wie sich die Website Ihres Unternehmens auf mobilen Geräten verhält. Responsive Webdesign kann die Benutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten erheblich verbessern, und responsive Themes sind auf beliebten Plattformen wie WordPress und Shopify erhältlich.

Dennoch verwenden viele kleine Unternehmen kein mobilfreundliches Website-Design. Wenn Sie zu diesen Unternehmen gehören, sollten Sie Ihre Website aktualisieren, bevor Sie sich der Entwicklung einer mobilen App widmen. Falls Sie Unterstützung benötigen Ihre Website auf mobile Geräte zu optimieren, dann können Sie unsere P&M Experience Design Expert:innen kontaktieren. Wir helfen Ihnen ein mobilfreundliches Website-Design zu erstellen und begeistern Ihre Kunden mit einem positiven Besuchererlebnis.

2. Haben Ihre Konkurrenten Apps?

Bei der Beurteilung der Frage, ob Ihr Unternehmen eine App entwickeln sollte, ist es sinnvoll zu prüfen, was Ihre Konkurrenz tut. Bieten sie derzeit eine App an? Wenn ja, sehen Sie sich die Statistiken in den entsprechenden App-Stores an. Die Anzahl der Downloads und die Nutzerbewertungen sollten Ihnen wertvolle Hinweise darauf geben, wie die App Ihres Konkurrenten bei den Nutzern ankommt.

Wenn es den Anschein hat, dass die App Ihres Konkurrenten gut ankommt, könnten Sie ins Hintertreffen geraten, wenn Sie Ihren Kunden nicht eine App mit ähnlichen oder besseren Funktionen anbieten.

3. Wird Ihre App ein Kundenproblem lösen?

Einige mobile Apps scheinen wie die Lösung eines vorhandenen Problems zu sein. Wenn Ihre App im Vergleich zu Ihrer für Mobilgeräte optimierten Website keine zusätzlichen Funktionen oder Vorteile bietet, wird die App es wahrscheinlich schwer haben, sich bei den Kunden durchzusetzen. Überlegen Sie, welche Probleme Ihre Kunden haben und wie eine App sie lösen kann.

Diejenigen, die schon einmal in der Bank Schlange stehen mussten, um einen Scheck einzureichen (ja, Schecks gibt es auch in 2021 in Deutschland noch!), waren sicher sehr erleichtert, als sie das erste Mal diesen Prozess überspringen konnten, und den Scheck mit einer mobilen App einscannen konnten. Streben Sie bei der Entwicklung von Funktionen für Ihre eigene App einen solchen “Wow-Faktor” an.

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4. Vereinfacht die Speicherung von Kundendaten die Konversionen?

Ein Hauptgrund, warum die Konversionsraten im mobilen Handel immer noch deutlich hinter denen im Desktop-Bereich zurückbleiben, ist laut Smart Insights die Umständlichkeit bei der Eingabe von Informationen wie Rechnungs- und Lieferadressen auf einem mobilen Gerät. Wenn Ihr Unternehmen auf Bestandskunden angewiesen ist – wie z. B. ein E-Commerce-Geschäft oder ein Lebensmittellieferservice – kann die Beseitigung mühsamer Informationseingaben bei der Verwendung einer App zu einer Umsatzsteigerung führen. 

5. Bieten Sie ein Kundenbindungsprogramm an? 

Wenn Sie ein Kundenbindungsprogramm anbieten, können Sie mit einer App die Stempelkarten ein für alle Mal abschaffen. Außerdem können Sie Ihre Kunden mit gezielten Rabatten, Gutscheinen und anderen Anreizen belohnen. Mit weiteren Prämien nach Abschluss eines Ereignisses können Sie Ihre Kunden weiter damit danken, dass sie Ihre Kunden sind und Ihre App verwenden.

6. Setzen Sie stark auf Branding? 

Wenn Kunden Ihre App herunterladen, überlassen sie Ihnen einen wertvollen Platz auf ihrem Mobilgerät. Allein die Tatsache, dass sich Ihr Logo auf dem Startbildschirm eines Geräts befindet, auf das Ihr Kunde jeden Tag häufig schaut, trägt dazu bei, dass Ihre Marke im Gedächtnis bleibt.

7. Verwenden Sie nutzergenerierte Inhalte für Marketingzwecke?

Erwägen Sie die Entwicklung von Funktionen, die es Ihren Kunden ermöglichen, Inhalte wie Fotos und Videos mit Ihren Produkten auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und anderen Kanälen zu teilen und profitieren Sie selbst davon! So lassen Sie Ihre Kunden Inhalte erstellen, welche Sie zu Marketingzwecken nutzen können. Vorteilhaft ist hier auch noch die Authentizität, welche diese Art von Marketing vermittelt, da User mehr Vertrauen in nutzergenerierte Inhalte als Marketinginstrument haben als in Inhalte die vom Unternehmen selbst kommen.

8. Können Sie eine App entwickeln, die die Funktionen von Mobilgeräten nutzt?

Apps, die die Funktionen von Mobilgeräten nutzen, wie z. B. eine Kamera oder einen Beschleunigungsmesser, sind bei den Nutzern besonders beliebt. Sie bieten ein Benutzererlebnis, das eine Website nicht bieten kann. Einige überzeugende Beispiele hierfür sind die äußerst beliebten Fitness-Apps MapMy und MyFitnessPal des Sportbekleidungs- und Wearable-Tech-Herstellers Under Armour. 

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Fazit – braucht ihr Unternehmen eine App?

Wenn Sie als Inhaber eines Kleinunternehmens eine oder mehrere der obigen Fragen mit “Ja” beantwortet haben, ist es vielleicht an der Zeit, eine spezielle mobile App für Ihr Unternehmen zu entwickeln. Aber es reicht nicht aus, einfach nur eine App zu entwickeln. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Kunden greifbare Vorteile zu bieten, dann wird sich die harte Arbeit, die Sie in die Entwicklung Ihrer App stecken, immer wieder auszahlen.

Wenn Sie erfahren wollen, was die Kosten einer App sind, können Sie sich unseren Artikel zu diesem Thema durchlesen.

Unser Team aus erfahrenen Entwicklern besitzen die nötige Expertise um eine professionelle Unternehmensapp zu programmieren. Wir beraten Sie gerne zu Ihrer eigenen App und begleiten Sie von der ersten Idee bis über den Livegang hinaus. 

Über den Autor

Phillip Schulte

Phillip Schulte ist das "P" in P&M und damit Mitgründer und Co-Geschäftsführer der Agentur. Er koordiniert das Projektmanagement der Teams App Entwicklung, Individualsoftware und Online Marketing.

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