9 typische Fehler im Social Media von Unternehmen

9 typische Unternehmensfehler im Social Media Marketing

Neue Webseite, Online Shop, Webprojekt – oder bereits etabliert aber bislang ohne Social Media Akitivitäten & Unternehmensprofil?

Dann kann es sein, dass es noch viele blinde Flecken und Geldfressfallen gibt: beginnend beim Einrichten des ersten Social Media Kontos bis hin zur Social Media Strategie.

Auf den ersten Blick mag Social Media Marketing einfach erscheinen, aber in Wirklichkeit erfordert es eine Menge sorgfältiger Überlegungen und komplexer Methoden, die Unternehmen befolgen müssen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Sobald Sie jedoch die Feinheiten des Social Media Marketings verstanden haben, wird es einfacher, Inhalte zu verbreiten, die das Engagement Ihrer Zielgruppe aufrechterhalten. Um den Überblick zu behalten, müssen Sie Ihre Strategien ständig beobachten, analysieren und optimieren. Im Folgenden sind die 9 häufigsten Fehler genannt, die wir als Social Media Agentur bei neuen Unternehmen in den sozialen Medien beobachtet haben. Damit Sie die gleichen Fehler nicht auch begehen müssen, geben wir auch gleich den Ansatz dazu, wie das Problem behoben wird – sofern es schon passiert ist!

1. Regelmäßigkeit von veröffentlichten Inhalten ist Trumpf

Ein Fehler, den viele neue Unternehmen in den sozialen Netzwerken begehen, ist, dass sie nicht regelmäßig Inhalte posten. Sie posten eine Woche lang eine Vielzahl von Beiträgen und dann den Rest des Monats nichts mehr.

Oder wie eine Art Schluckauf: hier und da in unregelmäßigen Abständen kleine Inseln von Aktivität – dann wieder Stille in jeglicher Kommunikation. 

Diese Art von unzuverlässigem Zeitplan oder Planungsbudget (die Gründe sind vielseitig) führt dazu, dass Menschen Ihr Profil ignorieren, bis neue Inhalte in ihrem Feed auftauchen. Wir wissen alle, wie schnell ein “hin und wieder” zu “lassen wir es komplett” werden kann – Menschen sind Gewohnheitstiere, Unregelmäßiges – gerade mit großen Abständen dazwischen – wird schnell und gerne komplett vergessen und auch irgendwann von den Algorithmen vieler sozialer Netzwerke unterstützt. 

Wenn Sie jedoch jeden Tag zur gleichen Zeit Beiträge hochladen, werden die Leute das Muster erkennen und sich bei Ihnen melden, anstatt darauf zu warten, dass Ihre Beiträge auf ihrer Social-Media-Pinnwand erscheinen. Zusätzlich dazu wird die Social Media Plattform Ihren Beiträgen mehr Relevanz zuordnen und die Inhalte dementsprechend prominenter platzieren.
Mehr Interaktivität, Klicks, Likes und Zufriedenheit auf beiden Seiten – das alles bietet ein lebendiges, aktives Unternehmensportal!

2. Fehlender Marken Authentizismus 

Ein häufiger Fehler, der in Social Media von Unternehmen gemacht wird, ist das Veröffentlichen von Inhalten, die nicht zur Marke passen. Wir als Digitalagentur haben es da sicherlich leichter als Unternehmen die weniger breit und dafür fokussierter auftreten. Ein praktisches Beispiel: denken Sie, ein rein auf Waschmaschinen und Wäschetrockner spezialisiertes Unternehmen hat die Fachkompetenz zu Matratzen und Bettgestellen? Genau – das denken wir auch nicht!

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Neue Unternehmen veröffentlichen zudem oft Inhalte, ohne eine klare Strategie dahinter zu haben (ja, Inhalte zu haben ist besser als keine Inhalte zu haben, aber machen Sie sich wenigstens Gedanken über das, was Sie veröffentlichen). Die Kunden werden Ihrer Marke erst dann wirklich vertrauen, wenn sie demjenigen vertrauen, der dahinter steht. Daher: bauen Sie von Anfang an Vertrauen zu Ihrem Publikum auf, damit von Beginn an eine Markentreueverbindung zu Ihrem Unternehmen und Produkten/Leistungen entwickelt werden kann.

3. Storytelling is King!

Ein großer Fehler besteht darin, dass sich Marken nicht genügend auf die Erstellung eines guten Storytellings konzentrieren. Geschichten bieten Ihrem Publikum eine noch intimere Möglichkeit, mit Ihrer Marke zu kommunizieren und zu interagieren und sich auch daran zu erinnern.  

Von Quizspielen über kreative Gewinnspiele bis hin zu Influencer Marketing, als Sprachrohr für die Geschichten – die Story-Plattform Ihrer sozialen Medien ist der beste Weg, um eine exklusive und spannende Beziehung zu Ihrem Publikum aufzubauen. Verwenden Sie außerdem mehr Videos und weniger Bilder. Dies steigert nicht nur die Bereitschaft zum Teilen, sondern vor allem auch die Anzahl der Views. 

Wenn TikTok etwas bewiesen hat, dann ist es, dass das Publikum aus erster Hand Zugang zu großartigen Inhalten haben möchte. Sie wollen das Gefühl haben, dass sie dabei sind und sich mit dem, was Sie sagen, identifizieren können. Geben Sie den Menschen, was sie wollen!

Tipp: eine Zielgruppenanalyse und Personae helfen dabei, passende Inhalte zu erstellen und Geschichten zu entwickeln, die gut ankommen.

4. Negative Bewertungen ignorieren

Nicht nur für den vorangegangenen Punkt: mitreißende Stories, helfen das Feedback und die Kritik, positiv aber vor allem auch die nicht so guten, ernst zu nehmen!

Unternehmenseigentümer und Vermarkter, die negative Bewertungen in sozialen Medien ignorieren, erweisen ihren Marken einen schlechten Dienst. Negative Bewertungen haben das Potenzial, hilfreich zu sein. Sie bieten Ihnen die einmalige Gelegenheit, aus Ihren Fehlern zu lernen und eine schlechte Erfahrung in etwas Positives zu verwandeln. Negatives Feedback zu ignorieren, führt dazu, dass sich noch mehr Menschen zu Wort melden, was sich zu einem PR-Albtraum entwickeln könnte. 

Wenn Sie sehen, dass jemand Ihre Marke aus Frustration markiert, kommentieren Sie den Beitrag und bitten Sie die Person, Ihnen eine direkte Nachricht zu schicken, damit Sie das Problem lösen können. Wenn Sie diesen Rat befolgen, kann es sein, dass der Nutzer sein Feedback entfernt oder ändert, was gut für Ihr Unternehmen ist!

Selbst wenn nicht: ein gutes Management für negative Bewertungen/Reviews/Posts ist Gold wert, denn es zeigt auch allen anderen: Sie als Unternehmen nehmen Ihre Leserschaft ernst und ignorieren Sie nicht!

Mit Social Media negative Bewertungen positiv verwandeln

5. Unpassende Inhalte für falsche Plattformen

Einer der häufigsten Fehler, den Unternehmen in den sozialen Medien machen, ist, dass sie ihre Inhalte nicht auf das jeweilige Medium abstimmen. 

Verschiedene soziale Plattformen haben unterschiedliche Möglichkeiten, Inhalte optimal zu vermitteln, von der Bildgröße und Formatierung bis hin zur Art und Weise, wie Sie sich äußern und auf andere Inhalte verweisen. Wenn Ihre Inhalte verallgemeinert und nicht auf die von Ihnen genutzte soziale Plattform zugeschnitten sind, beeinträchtigen Sie die Wirksamkeit Ihrer Botschaften erheblich. 

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Dies lässt sich am besten dadurch beheben, dass Sie entweder Experten hinzuziehen, die sich mit diesen Plattformen auskennen, oder dass Sie in Ihre Teams investieren, damit diese sich mit dem Schreiben und Erstellen von Inhalten für diese Plattformen vertraut machen. 

Verwenden Sie nicht denselben Zeitplan für die Veröffentlichung von Inhalten für alle Ihre Konten, sondern behandeln Sie jedes einzelne als das einzigartige Medium, das es ist.

Beachten Sie: auch von Wording, Bild/Videosprache kann es hier durchaus große Unterschiede geben. So kann ein bestens bei Linkedin laufender Beitrag sich als staubiger Ladenhüter bei TikTok herausstellen.

6. Anderen Anerkennung für ihre Arbeit zukommen lassen

Dies ist nicht nur ein Fehler, sondern zeugt auch von Unprofessionalität und verschafft Ihrem Unternehmen unerwartete Feinde anstelle von mehr Kontakten. Anderen Anerkennung zu zollen, zeigt Ihre Wertschätzung für ihre Arbeit und verspricht außerdem bessere Arbeitsbeziehungen in der Zukunft. 

Wir schätzen unsere Influencer, indem wir ihnen helfen, mehr Follower zu gewinnen und ihre Bekanntheit zu steigern. Wenn möglich, schulen wir sie auch und helfen ihnen, ihr Handwerk zu beherrschen und ihre Ideen zum Leben zu erwecken.

Gerade in diesem Bereich ist es wichtig zu erkennen: Text ist biegsam – Menschen nicht. Es ist schließlich auch in Ihrem Interesse, dass Influencer und Social Media Experten nicht nur aus vertragsgründen für Ihre Produkte/Leistungen und Unternehmen “brennen”

7. Automatisierung kann ein Problem im Social Media sein

Automatisierung ist eine feine Sache. Jedoch passiert es allzu schnell, oft leider aus falsch betrachteten Kostengründen, dass Automatisierung zu stark in den Fokus gesetzt wird. Dabei vergessen sie oft, dass soziale Medien nicht nur eine Werbeplattform sind. 

Die Menschen wollen in den sozialen Medien mit echten Menschen interagieren und nicht mit roboterhaften Nachrichten. Wenn man sich zu sehr auf die Automatisierung verlässt, fühlen sie sich weniger mit Ihrer Marke verbunden und distanzieren sich von Ihrem Unternehmen. 

Anstatt sich also zu sehr auf Automatisierung zu verlassen, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, um mit Ihrem Publikum zu interagieren und durch echte Aktivitäten eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. 

Das können Sie tun, indem Sie sich aktiv mit ihnen über Likes, Shares und Kommentare austauschen. Sie können auch live mit Ihrem Publikum interagieren und es persönlich ansprechen. Auf diese Weise wird Ihre Marke menschlich und Ihr Publikum fühlt sich Ihnen stärker verbunden.

Für die Zwischenzeit und zur Unterstützung, gerade wenn Sie sehr stark frequentierte Profile haben die auch durchaus fachliche Anfragen beinhalten, setzen Sie auf richtige Automatisierung wie beispielsweise professionell und individuell auf Ihr Unternehmen programmierte ChatBots zur Unterstützung Ihres Customer Supports anstelle von “stumpfen” Automatismen zur reinen Postveröffentlichung oder frustierenden 0815-Antworten.

8. Fehlen einer Strategie und Zielgruppe

Eine klare Strategie für Social Media Aktivitäten und passende demografisch eruierte Zielgruppen nach Plattformen segmentiert: viel seltener als Sie denken!
Häufig fangen neue Unternehmen an, hastig einen Auftritt im sozialen Netzwerk aufzusetzen und möglichst schnell viele Beiträge zu veröffentlichen, ohne einen klaren oder interessanten Zweck zu verfolgen. Auch bei der Frage “Was sollen die User denn am Ende machen?” steht oft keine Antwort dahinter. Irgendwo klicken? Etwas kaufen? Newsletter Anmeldung? Kontaktaufnahme? Likes? Kommentare? Neue Nutzer? Etwas..

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Bei der Nutzung sozialer Medien ist es wichtig, dass Ihre Beiträge interessant, relevant und auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten sind. Andernfalls riskieren Sie, engagierte Follower zu verlieren oder die angestrebte Fangemeinde nicht zu vergrößern. 

Planen Sie gut, bevor Sie posten und Sie haben bereits einen guten Weg beschritten, was den meisten Ihrer Wettbewerber fehlt!

9. Zu lange warten, um zu starten

Der größte Fehler den man als Unternehmen mit Social Media einfahren kann? Gar nicht erst anzufangen!

Soziale Medien sind der Ort, an dem Menschen lernen, sich engagieren und Kaufentscheidungen treffen. Wenn ein neues Unternehmen nicht unter relevanten Hashtags auftaucht, wissen die Verbraucher nicht, welche Möglichkeiten sie haben, um ihre Probleme zu lösen. 

Gerade komplett neue Unternehmen müssen den sozialen Medien Vorrang einräumen und konsequent Inhalte veröffentlichen. Es ist nicht nötig, auf allen Plattformen gleichzeitig zu beginnen. Sich kleine Ziele für eine Plattform nach der anderen zu setzen, bis man sie beherrscht, kann einem neuen Unternehmen helfen, sich zu konzentrieren und Ergebnisse zu erzielen. 

Der schnellste und einfachste Weg, mit der ständigen Nutzung sozialer Netzwerke zu beginnen und den Faktor “Kennen, Mögen und Vertrauen” aufzubauen, besteht darin, sein Gesicht zu zeigen. Die schnellste Art, Inhalte zu erstellen, ist, sich zu zeigen, auch wenn die Botschaft noch nicht klar ist. Selfies zählen und Videos sind ideal.

Bonuspunkt: 10. Sich keine Unterstützung im Social Media zu holen

Nicht immer lohnt es sich alles selbst zu machen. Ja, wir nutzen alle (mehr oder weniger) soziale Medien im privaten Bereich – dies bringt einem jedoch noch lange nicht die Expertise von langjährig aktiven Social Media Managern ein und für Unternehmen kann so das eigene Freischwimmen schnell sehr teuer werden oder wichtige Kundengruppen “verschrecken”.

Je nach Firmengröße und Budget macht es Sinn ein Team an Social Media Experten einzustellen, wobei jeder seinen eigenen Schwerpunkt hat. Sofern man jedoch nicht auf Konzern-Level unternehmerisch aktiv ist, sind solche nötigen Teams intern nicht zu unterhalten.

Extern hingegen bietet es Unternehmen eine große Chance professionell und ohne Risiko im Social Media Segment erfolgreich Fuß zu fassen. Machen Sie nicht den gleichen Fehler wie viele zuvor: sprechen Sie uns anwir beraten Sie individuell und unverbindlich zu Ihren persönlichen Wünschen und Möglichkeiten im Social Media Marketing!

Über den Autor

Jasmin Schenkelberg

Jasmin Schenkelberg arbeitete parallel zu ihrem Media Management Studium im Online Marketing. Seit 2016 ist sie verstärkt in der Welt sozialer Medien unterwegs und vertieft seitdem ihr Wissen im Bereich digitaler Produkte.

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