Google Ads Remarketing

Schon 2014 informierten sich 88% der Verbraucher im Internet, bevor sie eine Ware oder Dienstleistung kaufen. Ein Alltag ohne Internet ist heute erst recht kaum noch denkbar. (Quelle: Google Consumer Barometer 2014, www.consumerbarometer.com)

Vor dem Kauf informieren sich Nutzer üblicherweise und benötigen meist mehrere Besuche einer Website, bis es zum Kaufabschluss kommt. Das trifft gewiss nicht auf jede Ware oder Dienstleistung zu: je teurer das Produkt, desto länger dauert auch der Kaufentscheidungsprozess. Für Mode sind es durchschnittlich 120 Stunden vom ersten Seitenbesuch bis zur Kaufentscheidung. Bücher benötigen 112 Stunden und Elektronik immerhin noch 59 Stunden im Schnitt. Aus diesem Grund kann gutes Remarketing einen entscheidenden Vorteil beim Absatz Ihrer Produkte oder Dienstleistungen bringen. (Quelle: Statista Research Department, Durchschnittliche Dauer vom ersten Seitenbesuch bis zur Kaufentscheidung, 28.01.2019, www.statista.com)

Was ist Remarketing?

Nutzer die Ihre Website oder Ihren Onlineshop besucht haben, können Sie über Remarketing im Google Display Network (GDN) erneut ansprechen. Dabei werden Anzeigen ausgeliefert, die Ihre Zielgruppe genau ansprechen können. Die Anzeigen, die über Remarketing ausgespielt werden, unterscheiden sich von normalen Bannerwerbungen. Sie sind idealerweise speziell auf die Besucher ausgerichtet. Beispielsweise werden passende Produkte zum letzten Besuch auf Partnerseiten im GDN angezeigt (dynamisches Remarketing) oder entsprechende Banner (statisches Remarketing), die einen Bezug auf die Produkte oder Dienstleistungen haben. So steigern Sie nicht nur die Markenbekanntheit sondern haben auch die Möglichkeit Nutzer an einen geplanten Kauf zu erinnern. Diese können so bei ihrem zweiten oder dritten Besuch den Kaufprozess abschließen.

Was ist der Unterschied zu Retargeting?

Oft werden die Begriffe Retargeting und Remarketing gleichgesetzt, ganz korrekt ist diese Annahme jedoch nicht. Die Strategien dahinter sind identisch – beide zielen darauf ab, ehemalige Besucher Ihrer Website zum Abschluss Ihres ersten Besuches zu bringen, wenn sie beispielsweise nichts gekauft oder ein Anfrageformular nicht ausgefüllt und abgesendet haben. Der Unterschied zwischen Remarketing und Retargeting ist die Methode ihrer Ansprache:

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Beim Retargeting geht es darum, Besucher Ihrer Website später erneut über Anzeigen zu erreichen. Der Unterschied zum Remarketing liegt in der Zielstrebigkeit der Methode. Über Retargeting werden alle Nutzer angesprochen, die auf Ihrer Webseite waren. Dabei ist es egal, wie lange diese sich dort aufgehalten haben oder mit welchen Inhalten interagiert wurde. In der Regel werden allen Besuchern dieselben Anzeigen ausgespielt.

Beim Remarketing hingegen wird erfasst, wofür sich Besucher auf Ihrer Webseite explizit interessiert haben. Die gezielte Ansprache mit, zu den Interessen passenden Inhalten, ist hier das Ziel. Remarketing soll zur Rückkehr motivieren. Beispielsweise können Nutzern passende, individuelle Anzeigen ausgespielt werden, die Ihre Website besucht haben oder etwas im Warenkorb hatten, aber nicht konvertiert sind. Remarketing kann auch dazu genutzt werden, um Bestandskunden zum Up- oder Cross-Selling zu motivieren.

Wie funktioniert Remarketing?

Über Remarketing sprechen Sie potentielle Kunden oder Bestandskunden über die gesamte Customer Journey hinweg an. Das Prinzip von Remarketing besteht aus wenigen Schritten:

Besucher einer Website, eines Webshops oder einer App werden über einen entsprechenden Tag auf der Seite in eine passende Remarketing Liste eingeordnet. Über eine solche Liste ist es möglich, eine passende Werbekampagne auszuspielen. Nur die Nutzer, die in dieser Liste eingetragen sind, werden mit passenden Inhalten im Google Display Netzwerk (GDN) angesprochen.

Idealerweise besucht der Nutzer nun eine andere Webseite, beispielsweise eine für Fußballergebnisse oder nutzt ein mobiles Gerät und dort vielleicht eine mobile Wetter-App. Nun kann der Remarketing-Anbieter passende Anzeigen ausspielen. Im besten Fall klickt der Nutzer darauf und kommt erneut zu Ihrem Angebot und schließt den Kauf dort ab.

Für Remarketing kann Google nicht jede beliebige Website nutzen und dort Werbeanzeigen einblenden. Daher greift Google auf das sogenannte Google Display-Werbenetzwerk (GDN) zurück. Über das Displaynetzwerk werden 90 % der Internetnutzer weltweit erreicht. Das Netzwerk erstreckt sich über Millionen von Websites, Nachrichtenseiten, Blogs und Google-Produkten wie Gmail und YouTube. (Quelle: Comscore 2013, www.comscore.com)

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Warum ist Remarketing wichtig?

Entscheidend ist der Marketing-Mix. Idealerweise ist Remarketing eine Ergänzung zu anderen Online-Werbemaßnahmen. Hierüber können Besucher und Stammkunden, die auf Ihrem Online-Angebot waren, wieder angesprochen werden. Das geschieht mittels Werbeanzeigen, die exakt auf die Vorstellungen und Bedürfnisse der (potentiellen) Kunden angepasst werden. Der besondere Vorteil von Google Remarketing liegt in der Eigenschaft, dass durch die eingesetzten Analyse-Methoden, Nutzer das angezeigt bekommen, was für sie relevant ist. Andere Werbeeinblendungen, wie statische Banner, richten sich häufig nach dem Inhalt einer Seite und sind nicht individuell auf den User angepasst. Das kann zwar im Kontext auch funktionieren, jedoch sehen Internetnutzer so beim Surfen dutzende für sie völlig irrelevante Werbeeinblendungen. Und genau diese Eigenschaft macht Google Remarketing so wichtig und wertvoll. Der Kunde sieht nur die Werbung, die für seine Interessen relevant ist.

Publisher profitieren von einer besseren Monetarisierung, da nutzerzentrierte Werbung für sie effektivere und messbare Ergebnisse bringt. Diese Ergebnisse ziehen wiederum mehr Investitionen von Brands und Werbetreibenden an. Daten von Google zeigen, dass die Einnahmen der Publisher ohne personalisierte Werbung um bis zu 62 Prozent sinken. Eine Abschaffung der personalisierten Werbung würde viele Publisher also dazu zwingen, den von ihnen für ihr Publikum produzierten Content stark zu reduzieren.” (Quelle: Criteo 2020, Warum bessere Werbung das Vertrauen der Verbraucher gewinnt, www.criteo.de)

Wie können Sie Remarketing über Google einrichten?

Um mit Remarketing über Google zu starten benötigen Sie ein Google Ads Konto. Anschließend entscheiden Sie sich für den Kampagnentyp; im Speziellen, ob Sie Displaykampagnen oder Suchnetzwerk-Kampagnen schalten möchten. Bei der Ausspielung der Anzeigen können Sie wählen, ob Sie eine selbst erstellte Remarketing-Liste nutzen möchten oder eine Liste, die von Google Ads automatisch erstellt wurde. Als nächstes müssen einen Remarketing-Tag-Snippet einrichten. Dabei handelt es sich um  kleine Codeblöcke, die Sie erhalten, wenn Sie Remarketing unter “Zielgruppenquellen” aktivieren. Der Tag wird direkt als Code auf Ihrer Webseite eingebunden.

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Fazit zum Google Ads Remarketing 

Über das Remarketing von Google haben Sie Zugriff auf ein mächtiges Werkzeug für das Online Marketing. Nur so ist kundenspezifische Online-Werbung möglich und auch die beste Art vermeintlich verlorene Conversions zurückzugewinnen. Remarketing funktioniert aber nur, wenn Nutzer Ihr Angebot bereits in der Vergangenheit wahrgenommen haben. Denn nur so erhält der Besucher Ihrer Website oder Ihres Webshops den für Google Remarketing zwingend notwendigen Cookie. Daher ersetzt Remarketing andere Bemühungen im Online Marketing nicht, der Mix ist entscheidend! Wenn die Kampagnen ordentlich und Zielführend eingerichtet sind, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg. Mit Google Ads Remarketing schlagen Sie Bestandskunden passende Produkte vor oder erinnern potentielle Käufer an Produkte, die sie sich zuvor angesehen haben.

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Über den Autor

Sebastian Schenk

Unser Performancemarketing Experte Sebastian Schenk ist seit mehr als 15 Jahren im Marketing unterwegs und seit einigen Jahren auf SEA und Online-Marketing-Strategien spezialisiert. Vor seiner Zeit als Head of Online Marketing bei P&M war er in der Industrie und im Großhandel tätig. Die Bedürfnisse auf Kundenseite kann er gut nachvollziehen.

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