17 verbreitete SEO Mythen die auch 2021 noch kursieren

1 SEO Mythen die 2021 noch immer kursieren Titelbild

Im Gegensatz zu den versunkenen Tempeln, vergessenen Dschungel Städten und verfallenen Ruinen längst vergangener Reiche aus früheren Zeiten, führt Sie – liebe Leserin und lieber Leser – unser Artikel hingegen eher in einen leuchtenden Tempel des Internets. Randvoll mit den Mythen und Legenden der letzten 2 Jahrzehnte rund um die Suchmaschinenoptimierung.

Wem der altbekannte Spruch “Totgesagte leben länger” etwas sagt und auch in den letzten Jahren sich mit SEO beschäftigt hat, wird in den folgenden 17 SEO Mythen die wir aufzählen und aus ihrem zwielichtigen Schleier ins Licht holen, sehr oft an dieses Zitat denken müssen.

Hier kommen sie: unsere Top SEO Mythen, die man auch heute noch von Vielen zu hören und sogar in dem einen oder anderen (nicht ganz so up2daten) Internetblog auch noch als Best Practice Empfehlung zu hören bekommt und einen in die gefährliche Welt des SEO Halbwissens und Hörensagens entführen will.

SEO kann die IT Abteilung oder der Webdesigner machen

Viele kleine und mittelständische Unternehmen glauben immer noch, dass SEO nebenbei und fast ganz von allein passiert. Um eine Website zu erstellen, gibt es genügend Baukastensysteme, Texte schreiben die Praktikanten und auf das regelmäßige Überprüfen der Performancezahlen wird schlichtweg verzichtet. 

Um aber erfolgreich SEO betreiben zu können und am Ende Erfolge in Form von Webseitebesuchern und Umsatzsteigerungen zu erzielen, bedarf es mehr als das. Ohne die Recherche von Keywords, das Verständnis für den Algorithmus der Suchmaschine und technisches Know-How, können kaum gute Rankings entstehen. Es ist also ein Irrglaube, dass SEO ein Kinderspiel ist und es nebenbei läuft!

Junge sitzt am Laptop mit Headset

Top-Level-Domains verbessern Rankings

Als Top-Level-Domain wird die Endung einer Domain verstanden, die oftmals der geografischen Herkunft, der jeweiligen Website entsprechend, gewählt wird. .de- oder .com-Seiten sind für uns gewohnte Top-Level-Domains. Anders als oft vermutet, verbreiten .biz, .us und .com Domains die meisten Spaminhalte. Letztendlich kommt es nicht auf die Endung einer Domain an, sondern auf den Inhalt, den der Nutzer vorfindet. Mehrwertbringender Content, eine gute Online Marketing Strategie und eine für Google problemlos erreichbare Seite sind die entscheidenden Faktoren für gute Rankings.

Mobile Kaffee Lounge Webergebnisse
Selbst die kuriosesten Domainendungen schaffen es auf Platz eins der Rankings! Quelle: Screenshot Google.de

Ankertexte können unabhängig vom Fokus-Keyword gewählt werden

Ein weiterer SEO Mythos besagt, dass die Ankertexte der internen sowie externen Verlinkung sinnhaftig aber dennoch beliebig gewählt werden können. Aber spielt das Keyword an dieser Stelle denn gar keine Rolle mehr? Der gewählte Text eines Links und insbesondere seine Konsistenz gilt tatsächlich als von Google offiziell bestätigter Rankingfaktor. 

Nicht außer Acht zu lassen, ist allerdings die natürliche Verteilung der Links, denn überoptimierte Ankertexte sieht Google als problematisch an. Wenn ein aus 200 Worten bestehender Text 5 Links mit demselben Linkziel und identischem Ankertext enthält, ist dies nicht nur für den Leser nervig, auch die Suchmaschine wertet solche Seiten ab. Verwenden Sie verschiedene Schreibweisen, Synonyme oder Nebenkeywords, die im Kontext dennoch Sinn ergeben. Über sprechende Ankertexte anstelle von “hier” oder “weiterlesen” freuen sich Nutzer UND Google!

Beispiel überoptimierte interne Links
Links mit demselben Ankertext und Linkziel werden innerhalb weniger Sätze im Text wiederholt. Das gefällt weder dem Nutzer, noch Google! Quelle: kolter-anwalt.de

Bezahlte Anzeigen verbessern die Organischen Suchergebnisse

Das klingt doch nach einem guten Deal, wenn Sie über mehr finanzielle als zeitliche Ressourcen verfügen, oder? Auch hier müssen wir Sie leider enttäuschen, organische Rankings sind nicht käuflich zu erwerben. Es gibt keine Beweise dafür, dass erfolgreiche Werbeanzeigen automatisch gute organische Rankings erzeugen, da beide Werbearten in verschiedenen Google-Kosmen stattfinden. 

Dennoch können Ihnen Ihre SEA-Anzeigen wichtige Erkenntnisse für Ihre Suchmaschinenoptimierung bescheren. Da sich die Performance von bezahlter Werbung sehr gut messen lässt, können KPI’s wie Klickraten einen Aufschluss darüber geben, welche Keywords auch in der organischen Suche von hoher Bedeutung sein könnten. Mit diesem Bewusstsein können Sie Ihre SEO-Inhalte auf genau diese Keywords optimieren und womöglich doch Ihre Rankings (auch indirekt über positive User Signale, beispielsweise über Traffic von Brand-Kampagnen) verbessern.

Wecker und Geldscheine

Meta-Keywords sind wichtig

Wie schön wäre es, wenn wir möglichst viele Keywords als Meta-Keywords hinterlegen und uns schlichtweg die aufwändige Optimierung in Texten sparen könnten? Obwohl sämtliche Content-Management- und Shop-Systeme Platz zum Eintragen von Meta-Keywords bieten, sind diese Angaben für Google völlig irrelevant geworden.  

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Auch Google hat erkannt, dass zu viel Schabernack getrieben wurde und viele Websitebetreiber sogar völlig zusammenhanglose Keywords als Meta-Keywords hinterlegt haben. Heute lässt sich die Suchmaschine nicht mehr austricksen und setzt auf Keyword-optimierte Überschriften und Texte. Achtung: Sollte Ihre Website aus früheren Zeiten noch Meta-Keywords enthalten, kann Google sogar in extremen Fällen einzelne Seiten abwerten und sie als nicht vertrauenswürdig ausweisen.

Meta-Keywords im Quellcode

Google erkennt keine ausklappbaren Inhalte

Viele Webmaster verstecken heutzutage Inhalte, die ihres Erachtens nach nicht für jeden Nutzer interessant sind und durch die sie Platz einsparen und ewiges Scrollen verhindern wollen. Aber was sagt die Suchmaschine dazu, wenn sie ihre Bots über die Seite schickt? Bis vor einigen Jahren war sogenannter Hidden Content Trend und gehörte zur guten SEO-Arbeit. Durch weiße Schrift auf weißem Hintergrund und Anpassungen im JavaScript konnten unverhältnismäßig große Mengen an Keywords auf Seiten untergebracht werden. Auch hier hat Google einen Riegel vorgeschoben und die entsprechenden Seiten abgewertet bzw. verdeckte Inhalte von der Bewertung ausgeschlossen. 

Seit einiger Zeit jedoch liest die Suchmaschine Inhalte, die beispielsweise in Form eines Akkordeons dargestellt werden, wieder aus und indexiert diese. Da es aber dennoch nicht immer für die User von Vorteil ist, wenn Textpassagen nicht auf den ersten Blick sichtbar sind, bevorzugt Google sofort erkennbare Inhalte und misst diesen eine höhere Relevanz zu. Eine praktische Chance auf Indexierung und Ranking haben theoretisch aber beide Varianten!

Ausklappbare FAQs in Akkordeon-Form auf commerzbank.de
Besonders FAQs sind dafür prädestiniert, als Akkordeon und damit verdeckte Inhalte angezeigt zu werden. Quelle: Screenshot, commerzbank.de

Google sieht die Website so wie alle Besucherinnen und Besucher

Besonders unter Laien ist dieser Mythos weit verbreitet: Suchmaschinen sehen exakt das, was Nutzer mit ihren eigenen Augen auf Websiten zu sehen bekommen. Oftmals weicht die Darstellung für den Bot aber von der des Users ab. Bilder, CSS oder Javascript können blockiert werden, dies ist aber für die Nutzer auf der Website nicht zwangsläufig sichtbar, für Google aber von Nachteil.

Die Google Search Console bietet die Möglichkeit unter “Abruf wie durch Google” Googles Sicht der einzelnen Seiten Ihrer Website abzurufen. Das Tool gibt außerdem Hinweise darauf, welche Ressourcen der Googlebot nicht abrufen konnte.

Je länger der Text desto besser

Wir alle wissen es, Google liebt content. Da liegt die Annahme nahe, der Suchmaschine auch möglichst viel davon zu liefern, um dafür belohnt zu werden, oder? Viele erklärungsbedürftige Themen bieten sicher auch eine gute Grundlage für >1000 Wörter lange Texte, für Kategorie- und Produktdetailseiten müssten wir allerdings eine blühende Fantasie besitzen, um seitenlange Texte zu verfassen. Zumal Nutzer, die sich auf solchen Seiten bewegen, ohnehin wissen, was sie suchen und nur noch vereinzelte Informationen benötigen, um sich für den Kauf zu entscheiden. 

Auch Texte mit informierenden Hintergrund sollten laut Google nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Durch die Schnelllebigkeit der heutigen Welt, scannen Besucher nur noch Wörter und einzelne Textpassagen auf Webseiten. Je schneller und einfacher sie an ihre gesuchten Informationen gelangen, desto zufriedener sind sie. Der Fokus liegt also ganz klar auf den Usern. Egal ob lange oder kurze Texte – gebe Sie Ihren potenziellen Kunden das, was sie benötigen und das mithilfe einer strukturierten Darstellung Ihrer Inhalte. Auch hier ist klar, lange Texte sind definitiv ein SEO Mythos!

Social Media hat keinen SEO Einfluss Symbolbild

Social Media hat keinen SEO Einfluss

Seine Ursprünge hat diese Urban SEO Legend aus den Zeiten als Facebook groß wurde und sich “Social Signals helfen beim Ranking” sehr schnell herumgesprochen hat. Viele Online Marketing Agenturen und auch die beginnende Teildisziplin “Social Media Marketing”, was damals buchstäblich noch in den Kinderschuhen stand, haben vielen ihrer Kunden aktives Social Media Marketing empfohlen, mit dem Hintergrund das SEO zu stärken.

Diverse Studien und auch eine Google Webmaster Central office-hours Folge mit John Mu haben jedoch mittlerweile “Social Media hat keinen Einfluss auf SEO” entstehen lassen. Verständlich, dass soziale Signale keine Ranking Rolle spielen (sollten), sind diese doch so einfach (und günstig) wie kaum eine andere Metrik zu den eigenen Gunsten manipulierbar. Die Aussage “Social signals don’t directly impact rankings” von John Mueller, der wie immer sehr bewusst seine Worte wählt, hat das ganze noch zusätzlich “offiziell geadelt”. Jedoch steht diese Aussage durchaus im Widerspruch mit einigen plausiblen Korrelationen, zwischen Social Shares und organischen Google Rankings.

Die Lösung ist einfach und liegt zum einen im wortwörtlichen “Detail” der originalen Aussage, welche im deutschsprachigen Raum meist nur (sinngemäß) übersetzt wurde. “don’t directly impact” – denn wenn Social Media und SEO Hand in Hand spielen, haben die User:innen einen Mehrwert auf der SEO Zielseite des Social Media Posts und senden indirekt “positive Userverhalten Signale”, welche Google wiederum sehen und verwenden kann. Ebenfalls spielt die Weiterverwertung des Social Media Contents auf anderen Nicht-Social-Media Plattformen eine nicht zu unterschätzende Rolle: ein Backlink auf einer Webseite, dessen Autoren soziale Medien als Quelle für ihre teilbaren Inhalte verwenden und plötzlich bekommt alles eine neue Dynamik!

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Local SEO ist tot

Dass SEO tot ist, hören wir SEO’s ja auch bereits seit vielen Jahren. Mittlerweile waren einige Kreative am Werk und haben festgestellt: Lokales SEO ist ebenfalls gestorben. Es gibt diverse “Tipps” wie man mit Google My Business das organische Ranking beeinflussen kann und gleichzeitig auch lokal (Google Maps) nach oben schnellt, nur indem man die Webseite bei GMB in Anspruch nimmt. So einfach ist es natürlich leider nicht. Auch reicht es nicht, auf seiner Webseite einfach die Stadt zu hinterlegen oder am besten noch für die größten 30 deutschen Städte eine mehr oder weniger generische Seite zum Thema “Meine Leistung in deiner Region: -hier Stadt einfügen-” zu erstellen. Ja, vieles davon hat mal sehr gut geklappt, Ja, einiges – wenn sehr gut gemacht und auch Substanz hat – klappt noch, aber Nein: solche Spielereien erkennt Google sehr schnell, sehr einfach. 

Fazit: Lokales SEO ist tot und sinnlos, wenn man sich weder Mühe gibt und Local SEO nicht ernsthaft betreibt! Lokale Suchmaschinenoptimierung ist das Schaufenster Ihres Ladengeschäfts im Internet. Daher: Mehrwerte, gute Inhalte, Backlinks, gute Reviews und professionelles Review Management für Google My Business in Kombination mit (passender) lokaler/regionaler Keyword Ergänzung auf passenden Webseiteninhalten und Local SEO ist plötzlich wieder sehr lebendig und erfolgreich!

Google lässt nur frischen Content ranken

“Fresh Content” wird von Google geliebt. Das stimmt nach wie vor! Frischer Content, gerade wenn er auch eine zeitlich begrenzte aktuelle Relevanz (beispielsweise News oder saisonale Ereignisse) mit sich bringt, kann er schnell und gut steigen in Sichtbarkeit & Rankings und überholt auch gerne den einen oder anderen der eigentlich “etablierten” Inhalte. Daher hat sich bei vielen eingebürgert: immer neue Inhalte!

Pauschal stimmt es: Google liebt frische Inhalte! Aber Google liebt noch mehr: gute Inhalte, Inhalte mit Mehrwert für User:innen und die dazu entsprechenden Signale der User:innen. Deswegen haben die meisten “frischer Content” Seiten eine begrenzte Lebensdauer. Besonders vorübergehend aktuelle und häufig gesuchte Themen können genauso schnell wieder aus den interessanten Rankingbereichen verschwinden. 

Die Lösung? Holistischer und Evergreen Content, der bei Zeit und Relevanz mit passenden, neuen Mehrwerten ergänzt wird. Schon einmal gewundert, warum bei einigen sehr gut rankenden Artikeln mit aktuellem Datum, das eigentliche Veröffentlichkeitsdatum bereits Jahre zurück liegt? Das Label “Update am xx.xx.xxxx” und passender frischer Content hat erfolgreich auch “alten” Artikeln zu andauerndem Glanz verholfen, der hierbei nachhaltiger rankt, als der hochgelobte “Fresh Content”. Wie immer: der smarte Mix gewinnt die User:innen!

Google Penalty für Duplicate Content Symbolbild

Google Penalty für Duplicate Content 

Achtung! Bloß keinen Duplicate Content produzieren. Doppelte oder mehrfach verwendete Texte unter verschiedenen URLs.. wenn das Google herausfindet – dann gibt es sofort eine Penalty!

Vielleicht kennt man diese urban Legend noch aus der eigenen Kindheit: “Wenn du Brausetabletten schluckst, platzt dein Magen!” Das Ergebnis? Sehr effektiv! Vermutlich werden die wenigsten Kinder Brausetabletten geschluckt haben (sofern es nicht von Ahoi! war!). Genauso ähnlich verhält es sich mit der bedrohlichen Google Penalty, die als Androhung weitere Diskussion unterbindet. Ergebnis? Sehr effektiv – jeder Online Marketing Laie versteht: Duplicate Content darf ich nicht produzieren!

Dabei gibt es keine wirkliche Strafe seitens Google. Der Effekt, den man jedoch sehr gut messen kann, welcher bei mehreren URLs mit dem gleichen Content passiert: Keyword Kannibalismus. Alle URLs versuchen um die gleichen Keywords zu ranken und auch Google weiß nicht so recht. Ende vom Lied: keiner der Artikel wird wirklich jemals gut ranken. Der Grund liegt jedoch nicht in einer Google Penalty für internen doppelten Content, sondern einfach im unsauberen SEO.

Übrigens: Urheberrechtsverletzungen (bei externem Duplicate Content) wiegen im Zweifelsfall schwerer und auch das ein oder andere Beispiel für erfolgreiches Negativ SEO (für die Skrupellosen), um Rankings mit Duplicate Content zu klauen, ist auch nicht außer Acht zu lassen!

Eine XML Sitemap erhöht die Rankings

Jede Webseite und jeder Online Shop sollte mindestens eine XML Sitemap haben. Je nach Größe (max. 50.000 URLs pro Sitemap) oder Verwendung (Bilder Sitemap) können es auch mehr als eine XML Sitemap sein. Daran ist auch heute nichts zu rütteln, Vorteile liegen auf der Hand: gerade bei großen Seiten unterstützt man mit der XML Sitemap und einer zusätzlichen Eintragung bei der Google Search Console Google dabei, die Seiten und -inhalte einer Domain zu crawlen. Achtung: Google liest zwar die XML Sitemap, “muss” es aber nicht im Sinne einer Verpflichtung. Daher greift auch schon der im “Eine XML Sitemap erhöht die Rankings” zugrunde liegenden Ansatz per se nicht. Aber auch so: leider nur ein Mythos!

Aus oben genannten Gründen ist es dennoch auch in 2021 sinnvoll, eine XML Sitemap zu haben, aber für die richtigen Gründe: für die Indexierung. Google versteht so auch mit mangelnder interner Verlinkung die Webseite besser und erreicht grundsätzlich auch alle Seiten, die indexiert werden sollen. Ebenfalls dienlich: für die interne Verlinkung und Support der Userführung – wenn es sich um eine HTML Sitemap handelt.

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Meta Descriptions beeinflussen das Ranking

Wir wissen, Page Titles haben Keywordbezug und die Gestaltung von klickattraktiven Snippets ist ebenfalls sehr wichtig für die Außendarstellung in der Google Suche.

Direkten Einfluss auf das Ranking, die Bestimmung der Keywordrelevanz oder einfach bessere Rankings hingegen beschert einem die Meta Description leider nicht!

Dennoch sollte man deshalb hier die Meta Description keinesfalls vernachlässigen!

Wie eingangs erwähnt: “klickattraktive Snippets” ist Programm. Denn die Meta Description vermittelt potenziellen Besucher:innen nicht nur einen bestmöglichen Eindruck, welche Inhalte hinter dem Snippet liegen, sondern sorgt zum einen für Interesse und Neugierde und gleichzeitig für eine direkte oder indirekte Klickaufforderung. Sie ist also relevant für die Steigerung der CTR und indirekt, durch positive User:innensignale, wiederum für mehr Relevanz seitens Googles.

Kein Ranking ohne Backlinks

Mythos: Backlinks sind der wichtigste Rankingfaktor bei Google – Domains ohne Backlinks haben keinerlei Chancen zu ranken. 

Realität: Backlinks sind nach wie vor ein relevanter Rankingfaktor für Google und andere Suchmaschinen. Ranking ohne Backlinks sind dennoch möglich – Einschränkung: für extrem umkämpfte (shorthead) Keywords mit hohem Suchvolumen ist es quasi beinahe unmöglich erfolgreich ohne Backlinks zu ranken. Selbst wenn: oftmals stellt sich (zumindest für Webseitenbetreibende) dann die Frage: ranke ich hier wegen der Backlinks, oder kamen die Backlinks weil ich hier ranke? Klassisches Henne-Ei-Problem: was war zuerst?

Wer aufmerksam den Google Suchindex verfolgt, stellt fest: Google ist fleißig am experimentieren und testet immer wieder Rankings in den Top 10 aus – die ohne Backlinks sind – und misst anhand der Userreaktionen und -verhalten, ob dieses Ranking sinnvoll ist oder nicht. Denn auch Google will, was dank K.I. und Machine Learning wie z.B. dem Rank Brain Algorithmus auch greifbarer wird, dass Backlinks eine weniger relevante Rolle auch im Shortheadbereich spielen, denn Backlinks zu kaufen (was wir ablehnen), kann immer noch (kurzfristig) erfolgreich sein. Aber auch nicht das beste Ergebnis liefern, welches Google hingegen will.

Google mag keine exakten Suchphrasen Domains Symbolbild

Google lehnt Domainnamen die exakten Suchergebnissen entsprechen ab

www.17-verbreitete-seo-mythen-die-auch-2021-noch-kursieren.de ist zwar vermutlich weniger gesucht, in einer der am meisten von “Suchphrasen-Domains betroffenen Regionen” im Internet, der Florida Immobilienbranche, sind Domains wie z.B. real-estate-villas-south-beach-florida-homes-houses-condos-for-sale.com hingegen Realität.

In der Anfangszeit von Google & Co. war es durchaus einer erfolgreiche Praktik, möglichst Domainnamen mit vielen Keywords zu verwenden. Durch dieses übertriebene Spamming, wozu im Regelfall auch die Webseiteninhalte gehörten, kam es mit besseren Algorithmen regelmäßig zu Rankingverlusten und Abwertungen dieser spammigen Seiten. Hieraus ergab sich die auch heute noch verbreitete Ansicht, exakte Suchanfragen Domains, werden bei den dazugehörigen Suchanfragen nie ausgespielt und zwar in dem Maße, dass auch zu “xxxxx apfel xxxxx” Suchanfragen apfel-hof-mueller.de nicht ausgespielt werden würde.

Das stimmt so nicht und Keyword-Domains (mit oder ohne Brand Bezug) können heute durchaus noch Vorteile mit sich bringen und werden auch bei übereinstimmenden Keywords in Suchabfrage und -ergebnis ausgespielt. Nicht nur aus spammigen Gründen sollte es jedoch nach Möglichkeit bei zwei Bindestrichen im Domainnamen bleiben.

Linktexte spielen keine Rolle

Last but not Least: natürlich spielen Linktexte keinerlei Rolle. Deswegen rankte Adobe auch über 15 Jahre lang kontinuierlich zum Suchbegriff “Download”.

Warum?

Simpel: überall wo es Inhalte mit PDFs und Flash gab, stand auch ein Hinweis, wie man die Inhalte bestmöglichst benutzen kann. Samt eines Links mit dem Ankertext: “Download”.

Linktexte spielen also sehr wohl eine Rolle! Daher raten wir SEOs auch von 0815 nichtssagenden Ankertexten wie “Hier” oder “Weiter” oder “Mehr lesen” ab, da man zu diesen Keywords eher weniger ranken möchte. Ankertexte stellen hierbei, wie bereits für externe Backlinks, auch bei der internen Verlinkung eine gute Möglichkeit dar, um relevante Inhalte und Keywords mit Bezug auf die Zielseite zu transportieren und sowohl Usern als auch Suchmaschinen den Bezug zu vermitteln.

Fazit SEO Mythen in 2021

Wie in der Realität so auch im Digitalen: einer rennt vor und dreht die Glühbirnen aus und einer rennt hinterher und bringt wieder Licht ins Dunkel!
Damit Sie sich bestmöglich vor veraltetem und falschem SEO Wissen schützen können, empfehlen wir Ihnen bei der Wahl des Freelancers oder der SEO Agentur genau hinzusehen und hinzuhören!

Seriöse Unternehmen können Ihnen die Hintergründe, für und wider, erläutern und bestehen nicht pauschal auf “Ich bin der Experte und habe Recht” Aussagen.

Wir hoffen wir konnten einige der im Netz kursierenden, sagenumwobenen SEO Legenden ein für alle Mal aus dem Weg räumen und Ihnen damit Inspiration für Ihre nächste SEO-Optimierung geben.

Bis bald,

Corinna & Matthias

Über den Autor

Matthias Haase

Matthias Haase ist bei P&M im Online Marketing Team für SEO zuständig. Seit 20 Jahren ist SEO (auch wenn es da noch keiner so genannt hat) seine Leidenschaft. Egal ob bei KMU oder Konzern, Matthias geht alles getreu seinem Motto an: Lösungen statt Probleme!

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